Frühförderung Hören

Durch unser Gehör können wir aktiv am Leben teilnehmen. Es ermöglicht uns, mit anderen zu kommunizieren und Emotionen wahrzunehmen. Es hilft durch das Richtungshören bei der Orientierung und warnt uns vor Gefahren.

Der Hörsinn ist der erste Sinn, mit dem das Kind im Mutterleib seine Umgebung wahrnimmt. Ab der 28. Schwangerschaftwoche nehmen ungeborene Babys akustisch wahr, was um sie herum passiert. Auch nach der Geburt sind frühe Hörerfahrungen entschiedend, da sie einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Kindes haben.

Auffälligkeiten, wenn ihr Kind schlecht hört:

  • Geringe oder keine Reaktion auf akustische Signale
  • Das Kind spricht noch nicht oder nur schwer verständlich
  • Das Kind versteht sprachliche Aufforderungen schlecht, besonders wenn leise oder aus der Entfernung gesprochen wird

Das Angebot der Frühförderung Hören:

Unsere Frühförderarbeit hat einen pädagogischen Schwerpunkt mit dem Fokus auf die jeweilige Sinnesbeeinträchtigung.

Die Betreuung findet überwiegend zuhause im gewohnten Umfeld des Kindes statt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit zur ambulanten Betreuung in den Räumlichkeiten des LZHS.

  • Restsinnschulung durch gezielte Hörübungen
  • Pädagogische Angebote zur Hör- und Sprachanbahnung und Sprachförderung
  • Anbahnung lebenspraktischer Fertigkeiten
  • Beratung und Unterstützung bei spezifischen Fragen rund um die Hörbehinderung
  • Anleitung zur verwendung von technischen Hilfsmitteln (z. b. Hörgeräte, Implantate)
  • Begleitug und Förderung von Kindern mit gehörlosen Eltern (CODA Kinder)

Wer kann unser Angebot annehmen:

Familien mit Kindern, längstens bis zum Schuleintritt, die betroffen sind von

  • Innenohrschwerhörigkeit
  • Chronischen Mittelohrentzündungen
  • Fehlbildungen am Ohr
  • Sprach- und Sprechstörungen
  • Auditive Verarbeitungsstörungen
  • Gehörlosigkeit
  • Deren Eltern gehörlos sind