Frühförderung Sehen

Sehen ist eine Fähigkeit, die sich erst nach der Geburt, vor allem im ersten Lebensjahr, vollständig entwickelt. Erst mit ca. 12 Jahren ist die Sehentwicklung abgeschlossen. Die einzelnen Sehfunktionen müssen daher benützt und geübt werden. Ca. 70 – 80 % unserer Informationen nehmen wir über die Augen auf. Auch viele Tätigkeiten sind mit dem Sehen verbunden. Die Auswirkungen für ein Kind, dessen Sehvermögen deutlich eingeschränkt oder das Blind ist, sind daher vielfältig und umso schwerwiegender, je früher diese Sehschädigung eintritt.

Auffälligkeiten, wenn ihr Kind schlecht sieht:

  • Fehlender Blickkontakt
  • Schiefe Kopfhaltung beim Schauen und Fixieren
  • Anstoßen, Stolpern, Danebengreifen
  • Unkontrollierte Bewegungen der Augen (Schielen, Augenzittern)
  • Starke Lichtempfindlichkeit
  • Unlust beim Malen, Puzzeln, Bilderbücher anschauen

Das Angebot der Frühförderung Sehen:

Unsere Frühförderarbeit hat einen pädagogischen Schwerpunkt mit dem Fokus auf die jeweilige Sinnesbeeinträchtigung.

Die Betreuung findet überwiegend zuhause im gewohnten Umfeld des Kindes statt. Zusätlich gibt es die Möglichkeit zur ambulanten Betreuung in den Räumlichkeiten des LZHS.

  • Sehrestschulung durch visuelle Stimulation
  • Förderung der Restsinne
  • Förderung und Unterstützung in der Spielentwicklung
  • Förderung der kognitiven Fähigkeiten
  • Förderung der Mobilität und Selbständigkeit
  • Anbahnung lebenspraktischer Fertigkeiten
  • Beratung und Unterstützung bei spezifischen Fragen rund um die Sehbehinderung
  • Anregung und Hilfestellung bei der Gestaltung des SPiel- und Erfahrungsraumes des Kindes
  • Begleitung von Kindern, deren Eltern eine hochgradige Sehbehinderung haben oder Blind sind

Wer kann unser Angebot annehmen:

Familien mit Kindern, längstens bis zum Schuleintritt, die betroffen sind von:

  • Hochgradiger Sehbehinderung
  • Blindheit
  • Visuelle Verarbeitungsstörungen und visuellen Wahrnehmungsproblemen
  • Deren Eltern hochgradig sehbehindert oder blind sind